Die medizinischen Geräte und Sonderausstattungen für die Christophorus-Notarzthubschrauber entsprechen den neuesten Standards und sind speziell für die Flugrettung zugelassen.

Monitoring: Es können Messwerte aller wichtigen Organparameter des Patienten abgelesen werden: unter anderem Herzrhythmus, Blutdruck (auch invasiv, d.h. direkt im Gefäßsystem), Puls, Sauerstoffgehalt des Blutes, CO2–Gehalt der Atemluft sowie die Körpertemperatur. Zur Behandlung komplexer Herzrhythmusstörungen steht auch ein (transthorakaler) Herzschrittmacher zur Verfügung.

Die Defibrillation bzw. Cardioversion kann auch während des Fluges ausgeführt werden – die gesamte Bordelektronik wurde auf ausreichende Abschirmung hin entwickelt und überprüft.
Für die Beatmung werden ebenfalls Geräte modernster Bauart eingesetzt. Mit den Transportrespiratoren kann kontrolliert und assistiert beatmet werden; durch eine variable Einstellung des Atemzyklus ist die optimale Anpassung an die Erfordernisse des jeweiligen Patienten möglich. Für spontan-atmende Patienten ist die Verabreichung von Sauerstoff über Maske oder Brille bis zu 12 Litern pro Minute möglich. Wieder gibt es hier ein tranportables und ein eingebautes Gerät: Der Oxylog 1000 in unserem Sauerstoffrucksack: Weiters im Rucksack: Sauerstoff, eine Absaugpumpe, Beatmungsbeutel, Sauerstoffmasken und weitere Geräte zum "Atemwegs - Management"!

Zwei Infusionspumpen, auch Perfusoren genannt, sowie diverse Kleingeräte (Blutzucker, Hb-Bestimmung) ergänzen die medizintechnische Ausstattung der Christophorus-Hubschrauber.

Ampullarium: Der großteil aller Medikamente ist in diesem Ampullarium übersichtlich untergebracht. Es beinhaltet die wichtigsten Medikamente in der Notfallmedizin (Analgetika, Spasmolytika, Sedativa, Narkotika, Muskelrelaxantien, Antiemetika, gynäkologische Medikamente, Antidota, Medikamente zur Blutgerinnungshemmung, Medikamente gegen allergische Reaktionen, etc.).

In der Sonderzubehörtasche findet man die Ausrüstung, die nicht unbedingt zum Standard bei jedem Einsatz zählt. Sie beinhaltet das komplette Material für eine Thoraxdrainage, ein Amputationsset, Intraossäre Nadeln, Kathedersets, Chirurgisches Besteck und ein Entbindungsset übersichtlich in einzelnen beschrifteten Fächern.

Die elektrische Versorgung wird über einen zentralen Verteiler geregelt, der sich in unmittelbarer Nähe zu Überwachungs- und Therapiegeräten befindet: dieser garantiert durch eine doppelte Absicherung der Stromversorgung ein Funktionieren der Geräte auch im Notfall. Zusammen mit den ebenfalls im Kreis der Christophorus Flugrettung entwickelten Notfallrucksäcken zur Aufnahme der medizinischen Ausrüstung konnte durch die beschriebene Konfiguration erreicht werden, dass sowohl Einsätze im alpinen Bereich, wie auch Verkehrsunfälle oder akute Erkrankungen und auch Transferierungen von Intensivpatienten in einer qualitativ hochwertigen Weise durchgeführt werden können. Damit wird dem Patienten jederzeit ein Höchstmaß an medizinischer Betreuung und Sicherheit und der medizinischen Crew ein optimales Arbeiten auch unter schwierigsten Bedingungen garantiert.